Oft belächelt und nicht von allen ernst genommen, doch im Rahmen des Leitthemas „Umgang und Auswirkungen neuer Medien“ ein Projekt, das einen weiteren Blick wert ist. Denn für viele Menschen besteht die einzige Freizeitgestaltung nach verrichteter Arbeit darin, sich vor Fernsehen und Computer zu setzen. Die Zeit vergeht auf diese Weise zwar schnell, aber effizient genutzt ist sie nicht, denn anschließend fühlt man sich weder ausgeruht noch ist man es tatsächlich.
Jährlich steigende Zahlen von sog. „Burn-out-Syndromen“ und Arbeitnehmern, die sich stressbedingt nicht mehr in der Lage sehen, ihrer Arbeit regelmäßig nachzugehen, belegen, dass bezüglich dieses Themas viel zu wenig getan wird. Es hält sich noch immer ein gesellschaftlicher Irrglaube, Entspannung habe mit Faulheit zu tun. Das Projekt hat es sich also zur Aufgabe gemacht, Schüler für diese Problematik zu sensibilisieren.
Umgesetzt werden diese „Methoden zur aktiven Entspannungen“ durch autogene Trainingsübungen (in vielen Ländern anerkannte Psychotherapie, die eine Beruhigung des Individuums durch sich selbst und ohne äußeres Zutun als Ziel hat) und Schulung grundlegender Atemtechniken zur Beruhigung und Entspannung. Zudem wird die Wirkung von Musik, Bildern und Videomaterial sowie Sprache untersucht, beispielsweise durch Einsatz von Naturaufnahmen in Bild und Ton. Kern ist es, sich gezielt in einen Zustand der Entspannung hineinzuversetzen und „abschalten“ zu können. Das hat viel mit Selbstkontrolle und -bewusstein zu tun, weshalb auch jene Aspekte durch die Übungen gestärkt werden.
Aus Kindertagen werden fast allen noch die „Gute-Nacht-Geschichten“ ein Begriff sein und tatsächlich ließ sich anhand von Hörbüchern eine Art der inneren Entspannung feststellen. Darüber hinaus stand die Ermittlung von Stressfaktoren im Vordergrund, denn nur wer weiß und bewusst wahr nimmt, was ihn oder sie stresst, kann sich dieser Belastung entledigen.
Jeder Teilnehmer, sofern er sich auf die einzelnen Methoden einließ, konnte von diesem Projekt lernen und profitieren und mal so richtig chillen ...anstatt zu gammeln.
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