Erhat Toka lehrt Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 7 unter der Aufsicht Herrn Fedelers in seiner Kampfkunstschule asiatische Kampfkünste. Dabei steht jedoch nicht der Angriff und damit die Verletzung des Gegners im Vordergrund, sondern die Selbstverteidigung gegen eventuelle Angriffe von Gegnern. Den Schülern werden innerhalb von 3 Tagen die wesentlichen Grundgriffe durch intensives Training beigebracht. Schon allein das Aufwärmprogramm sei so anstrengend gewesen, dass selbst unser harter Latein- und Sportlehrer Jürgen Fedeler das Durchhaltevermögen der Schüler bewunderte. Neben der körperlichen Ertüchtigung wird auch die mentale Fähigkeit der Schüler auf eine harte Probe gestellt. So sind beim Training Aufmerksamkeit, Disziplin und Respekt sowohl Erhat Toka als auch dem jeweiligen Trainingspartner gegenüber von höchster Priorität. Missachtungen werde sofort in Form von 10 Liegestützen geahndet. Denn nur auf diese Art und Weise entsteht eine Arbeitsatmosphäre, in der sich auch die schwierigen Griffe zur Selbstverteidigung vermitteln lassen.
Laut Herrn Erhat Toka seien die Vorgehensweisen der asiatischen Kampfkünste nicht nur zur Bewältigung des Gegners nützlich, sondern auch im Alltagsleben anwendbar. Die Grundmuster der Kampfkunst spiegelten sich in den vier Tieren wieder: Der Bär, der für Ruhe, Kraft und Ausgeglichenheit steht, der Kranich, der Übersicht, Perspektivwechsel und Empathie verinnerlicht, die Schlange symbolisiert Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Lösungsfindung und zuletzt der Tiger, der für das Durchsetzungsvermögen, Teamfähigkeit, Kraft und Aggression steht. Mit den Fähigkeiten dieser vier Tiere lassen sich auch außerhalb der Kampfsporthalle anwenden und sind somit nicht vergänglich. Nachdem die Schüler sich gestern mit dem Bär befasst haben, stand heute der Kranich auf dem Programm. Dabei kam es darauf an, abzuwarten und sich mit Geschick gegen den Trainingspartner durchzusetzen.
Die Leistungen der Schüler seien stark schwankend. Einige von ihnen seien sehr talentiert, was sich durch eine höhere Aufmerksamkeit zeige, wohingegen andere „richtige Pappnasen“ seien. Dagegen lasse die Pünktlichkeit nicht zu wünschen übrig. „Die Pünktlichkeit meiner Schüler in der Kampfschule ist echt einmalig“, schwärmte Herr Fedeler begeistert. Auch sei die Verlässlichkeit sowie die Motivation sehr hoch. Alles in allem ein sehr gelungenes Projekt, in dem „echt gearbeitet“ werde.
Jakob Dittmer und Steffen Römermann
Jakob Dittmer und Steffen Römermann
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